Am 13. und 14. November 2025 fand in Saarbrücken der Fachtag

der Vereinigung der Profession Soziale Arbeit e.V. (VPSA) gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar (htw saar), Fakultät für Sozialwissenschaften, sowie weiteren Partnern statt. Unter dem Motto „NACHHALTIG statt weiter so!!!“ widmete sich die Tagung ethischen Fragen rund um die Entwicklung politischen Planens und Handelns – von sozialer Sicherung über Assistenzberufe bis hin zu Künstlicher Intelligenz und globalen Kooperationen. Die Saarländische Armutskonferenz e.V. (SAK) war vor Ort vertreten und übernahm ihre zentrale Aufgabe: Gesicht zeigen und Lobbyarbeit für von Armut betroffene Menschen leisten. Besonders im Hochschulkontext, wo die zukünftigen Fachkräfte der Sozialen Arbeit ausgebildet werden, tritt die SAK in den Dialog mit jungen Menschen, um sie für die gesellschaftliche Realität von Armut zu sensibilisieren.
Mit dabei waren seitens der Saarländischen Armutskonferenz Christoph Jacob, Gaby Böhme, Christine Steimer, Dirk Merkel sowie Irene Portugall. Irene Portugall, Beauftragte für von Armut betroffene Menschen, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der wissenschaftlichen Impulse, Workshops und Praxisbeispiele: Themen wie Katastrophenhilfe, Klimawandel, Künstliche Intelligenz, Internationalisierung, Rechtsextremismus, Etikettierung und Meinungsfreiheit wurden engagiert diskutiert. Christoph Jacob, 2. Vorsitzender der SAK, machte für die Delegation der SAK beim Fachtag deutlich, dass es mehr gemeinsame Strukturen und Vernetzung braucht, um die öffentliche Wahrnehmung zu stärken und wirksame Lobbyarbeit für von Armut betroffene Menschen zu leisten. Dabei sei es wichtig, regelmäßig die eigenen Ansätze zu hinterfragen und durch Weiterbildung sowie überprüfbare Methoden die Arbeit transparent zu halten. Zugleich betonten sie, dass Engagement gegen Armut ein fortlaufender Prozess ist: In organisierter Form kann die SAK Haltung zeigen, die Interessen armutsbetroffener Menschen vertreten und im Austausch mit jungen Menschen deren Bewusstsein für die gesellschaftliche Realität von Armut schärfen.
Ein besonderer Beitrag der SAK war der Workshop „Sinnhaftigkeit von KI-gestützter Überleitung von Sozialdienst im Krankenhaus zur Pflege (ambulant und stationär)“, durchgeführt von Dirk Merkel aus der Arbeitsgruppe der SAK „Armut bei älteren Menschen“. Im Johannes Foyer wurde dabei praxisnah diskutiert, wie digitale Technologien sinnvoll in Übergangsprozesse zwischen Krankenhaus und Pflege integriert werden können – immer mit Blick auf die Bedürfnisse von Menschen in Armutslagen.
Autor: Sven Mohr
Fotos: Veranstalter



