Saarländische Armutskonferenz im Gespräch mit der CDU-Landtagsfraktion

Im Rahmen der politischen Gespräche traf sich eine Delegation der Saarländischen Armutskonferenz (SAK) Anfang Mai 2026 mit Alwin Theobald, stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der Umwandlung des Bürgergeldes in die neue Grundsicherung sowie die Lage der Industriearbeitsplätze im Saarland. Gerade das Thema der Industriearbeitsplätze ist derzeit eines der zentralen politischen Themen.

v.l.n.r.: Gaby Böhme, Christine Steimer, Michael Leinenbach, Christoph Jacob, Alwin Theobald und Birgit Jenni im politischer Austausch Anfang Mai 2026. Foto: SAK

Einigkeit bestand darüber, dass der zweite Bildungsweg und duale Ausbildungsstrukturen wieder stärker in den Fokus gerückt und wieder den Stellenwert bekommen muss, die sie mal hatten. Gerade für Menschen, denen familiäre Voraussetzungen für den ersten Bildungsweg fehlen, müsse diese Alternative mit all ihren Möglichkeiten wieder zugänglich gemacht werden. Auch im akademischen Bereich sprachen sich beide Seiten für den Ausbau dualer Strukturen aus.

Die SAK betonte, dass Fort- und Weiterbildung im Rahmen der neuen Grundsicherung deutlich mehr Gewicht erhalten müssen. Den aktuellen Kurs bewertet die SAK als nicht zielführend. Gleichzeitig fordert sie, die auskömmliche Finanzierung des sozialen Arbeitsmarktes, denn eine nachhaltige Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt erfordert die verlässliche Bereitstellung ausreichender Mittel. Denn nur so können Teilhabchancen geschaffen und die soziale Verantwortung des Staats erfüllt werden. „Insoweit sieht sich die SAK als Streiterin für soziale Gerechtigkeit an der Seite der CDA, so Christine Steimer“, Beisitzerin im Vorstand der SAK.

Konkret spricht sich die SAK dafür aus, überbordende Projektstrukturen und einen überzogenen Kontrollzwang abzubauen. Die dadurch freiwerdenden Mittel sollen direkt den betroffenen Menschen zugutekommen. Grundsätzlich müsse wieder der Mensch – und nicht die Bürokratie – das zentrale Element staatlichen Handelns sein.

Die SAK dankte Alwin Theobald für das konstruktive Gespräch. Man kam überein, sich in einem halben Jahr wieder zusammen zu setzen.

Autor: Michael Leinenbach / Red.

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