Gruppe „SAK nah dran – Raum Saarbrücken“ beteiligte sich mit Plakataktion am Weltarmutstag

Im Rahmen des diesjährigen Weltarmutstag am 17. Oktober 2026 beteiligte sich die Gruppe des Teilhabeprojekts „SAK nah dran – Raum Saarbrücken“ mit einer gemeinschaftlichen Plakataktion.

In der Schaufensterfront des Café Kosmos in der Futterstraße in der Saarbrücker Fußgängerzone wurden große, auffällige Plakate aufgehangen, die die Erfahrungen der Mitglieder der Saarbrücker Gruppe mit ihrer Alltagsarmut widerspiegelten. Sie verbanden damit ihre Forderung an Politik und Gesellschaft Solidarität zu zeigen statt von Armut betroffene Menschen zu demütigen.

Die Gruppe von Menschen mit Armutserfahrung gibt zu bedenken, dass die unter dem Namen Reformen von der Regierung eingebrachten Einsparungen, vor allem im sozialen Bereich, nicht nur zur Verunsicherung und Angst bei armen Menschen führen, sondern auch ein gefährlicher Nährboden für rechten Populismus bilden, der unsere Demokratie gefährdet.

Wo bleibt der Solidaritätsgedanke, wo die Staatsgemeinschaft zum Schutz vor Armut?

Dazu kommentiert Irene Portugall, Referentin für Teilhabe bei SAK und Leiterin der Gruppe: „Armut geht uns alle an. Armut ist ein bitteres Kompliment an unsere reiche Gesellschaft. Wann kommen die Gesetze für Arme statt gegen sie?“

Auf den Plakaten sind Fragen zur Alltagsbewältigung, die den einen oder anderen Betrachter vielleicht verblüffen und nachdenklich stimmen werden. Zu diesen gehören einige Plakatformulierungen wie:

  • „45 Jahre gearbeitet. Die Rente ist da. Die Miete davon bezahlt. Für Essen reicht es nicht. Altersarmut macht hungrig:“
  • „Deine Freunde gehen einen Kaffee trinken. Du hast noch 4 Euro. Gehst du mit? Armut kann einsam machen.“
  • „Du brauchst deine Medikamente, 10 Euro Zuzahlung. Das Geld ist nicht da. Was machst du?“
  • „Deine Familie oder Freunde leben nicht im Saarland. Wie kommst du hin? Deutschland Ticket Sozial für alle Menschen in Armut.“


Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Armut sollte die Plakataktion Armut sichtbar machen und dazu auffordern hin und nicht wegzusehen.


Autorin: Irene Portugall
Fotos: Gruppe „SAK nah dran – Raum Saarbrücken“ 

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